Sonntag, 20. September 2020

Windhoek - VicFalls - TEIL 4 / deutsch

Windhoek – Victoria Falls und zurück

TEIL 4 – Von Fort Namutoni über Rundu bis Bagani am Okavango

Bevor wir heute den Etosha Nationalpark verlassen, fahren wir frühmorgens noch eine Runde um die Fischerpfanne und zurück in Fort Namutoni: Frühstück!

Packen, verladen und dann noch zum Klein-Namutoni Wasserloch und eine Runde, entlang dem Dik-Dik-Pfad.

<<< "Miezekatzen" nahe dem Aroe-Wasserloch, nördlich der Fischerpfanne

<<< "Gutes Versteck???" Zwischen Fort Namutoni und Twee Palms, östlich der Fischerpfanne

Wir verlassen den Nationalpark durch das "Von-Lindequist-Tor (auch Namutoni-Tor)", haben von dort aus dann etwa 315km bis Rundu zu fahren und dann nochmal ca. zwanzig Kilometer bis zur NKWAZI LODGE, die direkt am Ufer des Okavango liegt, der hier die Grenze zwischen Namibia und Angola bildet.

Für die reine Fahrzeit rechnen wir knapp vier Stunden und können uns deshalb auch nach dem Frühstück innerhalb des  Nationalparks nochmals umsehen.

Auf dem Weg bis zur Minenstadt TSUMEB, passieren wir die einzigen zwei natürlichen Seen Namibias.
Der GUINAS-SEE (Lake Guinas) ist mit seinen 140 × 70 Metern Wasseroberfläche und einer Tiefe von etwa 132 Metern, der größte ständig mit Wasser gefüllte See Namibias. Dieser Karstsee nahe der Farm Guinas gilt als Zwillingssee des 15 Kilometer (Luftlinie) entfernten Otjikotosees.

Die Vermutung, dass beide Seen über ein, bis heute noch unerforschtes unterirdisches Wassersystem verbunden sind, ist jedoch bislang nicht erwiesen.

 Der GUINAS-SEE wurde früher mittels eines, damals noch vorhandenen Dampfpumpwerks, zur Wasserversorgung der nahegelegenen Minenstadt Tsumeb genutzt. Im Guinassee kommt unter anderem,


die vom Aussterben bedrohte und ursprünglich dort endemische Buntbarschart „Tilapia guinasana“ vor.

Wie der Guinassee, ist auch der OTJIKOTO-SEE ein natürlich entstandener Karstsee und damit der zweite von nur zwei, ständig mit Wasser gefüllten Seen Namibias.Charles John Anderssen und Francis Galton, waren im Jahr 1851 die ersten Europäer, die diesen See erreicht haben. Seine Wasseroberfläche ist mit einer Größe von 100 × 150 Meter etwas kleiner, als die des Guinassees. Seine Tiefe ist allerdings nur bis etwa 76 Metern erforscht. Darunter liegt noch vieles im Dunkel – vor allem der Übergang, von der mit Wasser gefüllten Doline in das vermutete System unterirdischer Wasserläufe, von dem manche Forscher denken, dass es im Westen bis weit unter die ETOSHAPFANNE reichen könnte. Einige Forscher vermuten sogar, dass es auch in östlicher Richtung eine Verbindung bis zum Drachenhauch-Loch geben könnte. 

Weil im Otjikoto-See manchmal Hobby-Taucher, bei privat organisierten „Forschungs-Tauchgängen“ tödlich verunglückt sind, ist das Tauchen dort nur mehr mit offizieller Genehmigung erlaubt.
Kurz vor deren Kapitulation, versenkte die Deutsche Schutztruppe im Jahr 1915, Waffen und Munition in diesem See, um diese nicht dem Feind zu überlassen.



               Hier nochmal Impressionen von unserer Runde zum Klein-Namutoni Wasserloch und den Dik-Dik Drive herum.





                                Unsere Route von Fort Namutoni zur Nkwazi Lodge und weiter bis zur Ndhovu Safari Lodge.

Entlang der Strecke zwischen Tsumeb in Richtung Grootfontein haben wir leider keine Zeit mehr, auch noch einen Abstecher zum Hoba Meteoriten einzubauen – denn: Wir haben eben die Zeit lieber dazu genutzt, um noch ein paar Runden innerhalb des Etosha-Nationalparks zu fahren.

<<< Hier ein kurzer Zwischenhalt am Mururani-Checkpoint.

In Rundu noch ein paar Besorgungen und dann geht es gleich weiter zur NKWAZI LODGE, direkt am Okavango liegend. Bei der Zufahrt zu unseren Chalets habe ich mich bei der Zufahrt vertan und bin einen Sand-Tack zu früh abgebogen. Zum großen Gaudium des Küchenpersonals und mit deren tätiger Mithilfe, musste mich der Manager mit seinem Traktor, rückwärts wieder aus dem Sandloch ziehen, in das ich gerutscht war. In diesem feinen Mehlsand, soll man mit einem Fahrzeug, das keinen Allrad-Antrieb hat, keine großen Experimente mehr starten, wenn man im Sand festgefahren ist. Man würde sich nur noch mehr eingraben.

Das "Hoe-poe-Begrüßungskomitee" (eine Wiedhopf-Art)...                ...und das gegenüberliegenden Ufer gehört bereits zu Angola.

Am späteren Nachmittag geht es dann im Boot entlang dem Okavango – kurzer Zwischenaufenthalt mit Imbiss und Umtrunk auf der Angola-Seite des Flusses. Nicht wirklich ganz legal - aber wohin hätten wir auch schon groß gehen können, ohne ein Fahrzeug auf der anderen Seite.

Wie aus dem Nichts kommen, waren auch gleich ein paar einheimische „Bürscherl“ zur Stelle, die natürlich einiges an wirklich witzigen, selbstgebastelten Souvenirs zum Kauf anboten. Danach geht es wieder retour zur Lodge – und hinter uns ein grandioser Sonnenuntergang über Fluss und Savanne.

                                                                                    ..."an anderen Ufern"...


                          ....auf der Rückfahrt zur Lodge...                                ...aber selbst direkt bei Lodge: Vorsicht am Fluß!!!

Heute haben wir es nicht so weit. Wir können den Tag also gemütlich angehen. Knapp einhundertneunzig Kilometer den Okavango entlang ostwärts bis Bagani und von dort aus nochmals etwa zwanzig Kilometer in südlicher Richtung, bis kurz vor das Mahango Wildreservat, das zum Bwabwata Nationalpark gehört.

Auch die NDHOVU SAFARI LODGE liegt wieder direkt am Okavango, der hier aber nicht mehr die Grenze zu Angola bildet. Auch das gegenüberliegende Ufer gehört zu Namibia (Caprivi-Streifen) und auch zur Gänze zu...

<<< Durchfahrt dur den kleinen Ort Bagani

<<< Vor unserer Veranda: Flußpferde warten auf den Sonnenuntergang, um bei Einbruch der Dunkelheit zum Äsen auf die Flußwiesen zu ziehen.

...dem besagten Bwabwata Nationalpark.
Natürlich waren wir am Montag, den 18. November bald genug an der Ndhovu Safari Lodge angekommen, um noch einiges zu unternehmen:
- Eine Tour mit dem eigenen Fahrzeug durch das Mahango Wildreservat,...
- ...eine Bootstour über den Okavango – entlang der Ufer des Bwabwata Nationalparks,...
- ...gemütlich entspannen am „Pool“,...
- ...und dann natürlich ein herrliches Dinner, bevor wir später am Lagerfeuer, in den „gemütlichen Teil“ des Abends übergehen.


Doch dazu mehr im nächsten Abschnitt der Reisebeschreibung.

Wir beschreiben in diesem Blog nicht nur die Tour selbst und was wir dabei erlebt haben. Wir wollen damit auch über Naturschutzaspekte, die Entstehungsgeschichte der Nationalparks und über aktuelle Ereignisse im Zusammenhang damit berichten. Auch die Geologie der jeweiligen Landschaften und deren erdgeschichtliche Grundlagen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Klar – wir können in diesem Rahmen nicht alles ausführlich behandeln. Deshalb meine Bitte: Schreibt in die Kommentar-Spalte, eure persönlichen Fragen, welche Themen euch besonders interessieren und worüber wir mehr schreiben sollten.

Diesen Themenkreisen haben wir auch zwei Blätter auf unserer Internet-Seite gewidmet – nämlich:
- Naturschutz und Jagd....>>>

- ....sowie Naturschutz und Tourismus...>>>

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- finden Sie auf unserer Internetseite: www.paarl-safari.de

- oder Sie senden uns eine E-Mail unter: info@paarl-safari.de
 

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